Mittwoch, 25. Februar 2009

Blöde Tankstelle!

Ich kann sie jetzt schon nicht mehr sehen und muss es doch noch bis zum Ende des Sommers dort aushalten. Wie hirnerweichend dumm die meisten Autofahrer sind, hatte ich ja schon lange vermutet. Dass aber so gut wie fast alle so dermaßen saublöd sind, offenbarte sich mir erst, als ich zwecks Geldbeschaffung begann, diesen Primaten ihre Kraftfahrzeuge zu betanken. Da gibt es tatsächlich Leute, die so tanken, wie 13-jährige Sex haben: sie spritzen ab, bevor sie überhaupt drin sind. Und geben dann noch der Tankstelle, meistens personifiziert durch mich, die Schuld. Nur, weil sie zu dumm sind, erst die Pistole reinzustecken und dann zu zapfen. Was, zur Hölle, ist daran so schwierig? Ich begreif's wirklich nicht.
Oder die Leute, die auch nach der fünften Erklärung nicht einsehen wollen, dass die Pistole des LKW-Diesels nicht in ihren Tankstutzen passt und sich erst von oben bis unten zusauen müssen, um mir zu glauben (und natürlich noch die Schuld daran zu geben): wer hat euch in der Kinderwiege mit Backsteinen beworfen?
Und warum bekomme ich sogar Mitschuld am Wetter, wenn es beschissen ist? Leute, ihr steht für drei bis vier Minuten da draußen unter dem Dach und könnt jederzeit ins Warme, Trockene. Ich stehe da draußen zehn Stunden am Stück. Dass ich trotzdem meine Arbeit mache und ganz froh darum wäre, wenn ihr die blöde Service-Karte wenigstens an euch nehmen würdet, ist aber auch dreist. Ich erwarte ja gar nicht, dass ihr alle bezahlt. Um Himmels willen, mich wundert es sogar, dass viele den Euro berappen! Aber ich habe einen Soll zu erfüllen und da muss ich eben die Karten raushämmern, ob mir das passt, oder nicht. Glaubt mir: als Mensch finde ich das sehr daneben, aber ich bin da nicht ich, sondern ein Angestellter, von dem erwartet wird, dass er seine Arbeit macht. Also, bitte, bitte: nehmt die Service-Karten mit. Ihr müsst den Euro ja nicht zahlen, das merke ich gar nicht, weil ich draußen beschäftigt bin. Allerdings hätte ich auf diese Weise wenigstens das Gefühl, getan zu haben, was in meiner Macht steht.
Es macht keinen Spaß, die Zapfpistole einzuhängen, sich umzudrehen und nur noch eine Staubwolke zu sehen, wo vorher jemand stand, der mit Argusaugen beobachtete, ob ich in seinen 17 Jahre alten Ford Fiesta auch keinen Kratzer mache, aber bei der leisesten Andeutung von Trinkgeld die Flucht ergreift. Das frustriert. Also lasst es, verdammt noch Mal. Die Arbeit ist schon erniedrigend genug, so, wie sie ist. Vor allem für jemanden, der ein wenig mehr mit sich und seinem Gehirn anzufangen wüsste, als einfach nur Benzin von einem Behälter in einen anderen zu pumpen. Scheiße noch eins!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen